IKEA zum Essen


Neulich waren wir beim Möbelschweden – ich habe davon erzählt. Und es hat sich so ergeben, dass wir dort auch gegessen haben. Für mich hieß das wieder einmal: Salat, selbst angerichtet mit Olivenöl, Balsamico und Salz. Macht aber nichts, Salat ist schon ok. Es war ja nicht das Einzige, das ich an diesem Tag zu essen bekam 🙂

Was mich dann aber doch noch interessierte, waren die Grönsaksbullar, also die vegetarische Alternative zu den beliebten Köttbullar (Fleischbällchen). Was ist da eigentlich drin, in diesen „Grünzeugbällchen“?

Die Zutatenliste laut Verpackung: Kichererbsen (18%), grüne Bohnen (14%), Karotten (14%), rote Paprika (14%), Mais (14%), Kohl (10%), Erbsenprotein, Zwiebeln (3%), Rapsöl, Erbsenstärke, Salz, brauner Zucker, Verdickungsmittel E461. Aroma, Gewürze, Kräuter.

Also tatsächlich vegan und glutenfrei. Kein Ei, kein Getreide, keine Milchprodukte zu finden. Das wollte ich jetzt aber selbst ausprobieren, und zwar so simpel, wie nur möglich, denn in der IKEA-Großküche bzw. in der IKEA-Lieferanten-Großküche wird bestimmt auch nicht mehr als unbedingt nötig gemacht. So sah mein Experiment dann aus:

1 Tasse gekochte Kichererbsen, tiefgekühlt
1 Tasse Mischgemüse, tiefgekühlt
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Geschmack
1 EL Kichererbsenmehl
Kokosöl

Grönsaksbullar 01

Die Gemüse auftauen lassen. Dann die Kichererbsen im Mixbecher ganz kurz zerkleinern (darf ruhig noch körnig sein). Das Mischgemüse gleich in den Mixbecher dazugeben (das erleichtert es, die relativ trockene Kichererbsen-Masse aus dem Becher wieder heraus zu bekommen) und verrühren, salzen, pfeffern.

Grönsaksbullar 02.jpg

 

Dann die ganze Masse in eine größere Schüssel umfüllen und Bällchen formen. Diese Masse lässt sich zwar schon formen, aber ein Esslöffel Kichererbsenmehl hat es dann noch erleichtert, Bällchen zu erhalten, die nicht gleich auseinander fallen. (Ich vermute, diese Aufgabe erfüllt bei den IKEA-Bällchen die Erbsenstärke).

Die Bällchen in Kokosöl langsam durchbraten bis sie goldbraun und knusprig sind.

Grönsaksbullar 03.jpg

Tatsächlich! Funktioniert wunderbar und ist ein richtig tolles Einsteiger-Rezept – zB auch für (größere) Schulkinder geeignet, denke ich.

Die Bällchen gibt’s auch tiefgekühlt im Schwedenshop zu kaufen. Dort heißen sie dann ALEMANSRÄTTEN. Das ist ein Wortspiel, das im Schwedischen genauso funktioniert, wie im Deutschen. „Rätten“ – das Gericht, kann sowohl das Gericht (oder Recht) mit dem Richter, als auch das Gericht zum Essen bedeuten. Und „Aleman“ ist Jedermann. Das schwedische „Alemannsrätten“ bezeichnet normalerweise ein Gesetz, dass allen Menschen freien Zugang zu Wäldern, Seen, Bergen erlaubt. In diesem Fall ist es aber ein Jedermanns-Gericht zum Essen. Smaklig måltid 🙂

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