Frühling, wo bist du?

Es will und will nicht wärmer werden – wartest du auch schon so ungeduldig auf die Sonne? Heute habe ich meinen Apfelbaum fotografiert. Der blüht unverdrossen und wird uns wahrscheinlich in einigen Wochen wieder Unmengen von Früchten schenken. Als wir den Baum vor 30 Jahren gepflanzt haben, waren wir ganz wild auf Klaräpfel (Weißer Klar). Naja, was wir nicht bedacht haben: So ein Baum bringt wirklich große Mengen an Äpfeln in sehr kurzer Zeit. Und gerade diese Sorte ist überhaupt nicht lagerfähig. Die Zeitspanne, in der der Weiße Klar wirklich köstlich schmeckt, dauert nur wenige Tage. Er darf nicht mehr ganz grün sein, dann ist er sauer, aber auch nicht ganz reif, denn dann wird er mehlig und fängt außerdem schnell zu faulen an. Also müssen wir im Hochsommer täglich mit den Wespen um die herabgefallenen Äpfel streiten.

Aber jetzt im Frühling ist er einfach wunderschön!

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In der neuen Yoga Vision  habe ich heute gelesen, dass der Frühling Kapha-Zeit ist. In der uralten indischen Gesundheitslehre Ayurveda unterscheidet man drei verschiedene Lebensenergien: Kapha, Pitta und Vata. Alle drei Formen sind in allem Seienden enthalten, also auch in jedem Menschen. Je nachdem, welche der drei Energien dominiert, spricht man von Pitta-, Kapha- oder Vata-Typen.  Kapha hat die Eigenschaften schwer, schleimig (oder schlammig), kalt, stabil, süß und weich.

Der Frühling ist also von der Kapha-Energie dominiert, ich denke dabei an kalte, schlammige Erde, die gerade erst aufgetaut ist. Das bedeutet für uns Menschen, dass in dieser Jahreszeit der Stoffwechsel nur langsam arbeitet, das Verdauungsfeuer ist schwach und die Schlackenbildung wird dadurch begünstigt.  Manche Nahrungsmittel und Verhaltensweisen stärken die Kapha-Energie, andere können sie ausgleichen, so meint man im Ayurveda.

Unsere Entschlackungs- und Schlankheitskuren im Frühling scheinen also tatsächlich genau zur Jahreszeit passend zu sein. Um ein Zuviel an Kapha auszugleichen, sollte man wenig und leicht essen. Gekochtes oder gedämpftes Obst und Gemüse ist rohem vorzuziehen. Keine fettigen Speisen, keine Milch und Milchprodukte, keine süßen und schweren Speisen wie Kuchen und Torten, keine tierischen Eiweiße und möglichst wenig Salz.

Stattdessen wären drei kleine, leichte Mahlzeiten am Tag zu empfehlen. Warme, frisch gekochte (Gemüse-)Speisen, kräftige, vor allem scharfe Gewürze, auch die Geschmacksrichtungen herb und bitter sind gut geeignet, um zu viel Kapha zu dämpfen. Viel trinken, vor allem heißes Wasser, pur oder mit Ingwer oder Zitrone. Rohkost möglichst nicht am Abend essen. Also eh ziemlich genau das, was Fräulein Hashimoto uns seit Monaten erzählt, nicht wahr? Na gut, dann machen wir eben weiter so.

 

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