Stolperstein

Heute bin ich in alte Essgewohnheiten zurückgefallen – und auch das will ich dir nicht vorenthalten, denn du weißt bestimmt selber, wie leicht sowas passieren kann.

Aber von vorne: Ich hatte einen enorm anstrengenden Tag im Krankenhaus, sowohl emotional als auch körperlich ging es ganz an meine Grenzen. Als ich dann endlich heimkam, waren Bauch und Seele gleichermaßen ausgehungert. Also erst einmal Mittagessen. Das ging noch ganz gut. Ich hatte eine Scheibe Grill-Tofu im Kühlschrank und eine Schale mit schönen, kleinen Gemüsen (Erbsenschoten, kleine Maiskolben, Bimi und Zwiebelchen). Alles zusammen in die Pfanne, mediterranes Gewürzsalz dazu und durchbraten. Schon während des Kochens wanderten ein paar Bissen davon in den Mund und das war schon das erste Anzeichen dafür, dass da jetzt ein Muster zu laufen beginnt.

Dann doch das Essen schön auf dem Teller und ruhig am Tisch sitzend verspeist, aber das „Notfallprogramm“ von früher war schon angesprungen. Als ich den leeren Teller in die Küche trug, „musste“ ich noch einen Rest Hummus aufessen. Und dann noch ein (glutenfreies) Knäckebrot. Und obwohl es längst viel zu viel war, machten meine Hände automatisch auch noch eine Curcuma Latte als „Nachspeise“.  Dann war es immer noch nicht genug, obwohl mein Magen längst völlig überfüllt war und ich das auch ganz genau spürte. Die nächsten zwei Stunden dachte ich ständig daran, Fladenbrote zu backen und genau das habe ich dann auch gemacht. Und wie erwartet gleich im Stehen am Herd zwei davon gegessen. Jetzt reicht’s. Aber jetzt hätte auch wirklich nichts mehr Platz.

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Das ist das erste Mal seit Neujahr, dass mich das so einholt. Aber mit dieser langen Zeitspanne dazwischen sieht es anders aus als früher. Ich kann mich selbst beobachten und genau erkennen, dass hier nicht der Körper, sondern die Seele hungert. Es wäre klug gewesen, statt gleich beim Heimkommen zu essen (= den Körper füttern), lieber eine Yoga-Reihe zu machen (= die Seele nähren). Ich hoffe, dass ich das beim nächsten Mal mache.

Krisenessen.jpg

Aber immerhin: Die Menge des Gegessenen war zu groß und das Verhalten dabei völlig unachtsam und ungesund. Trotzdem hatte ich keinen Moment lang die Idee, etwas glutenhaltiges oder sonst nicht in mein Programm passendes zu essen. Das ist doch schon viel, oder?

Nach so einem Ereignis machen wir einfach wieder weiter, was meinst du? Ich geh‘ jetzt auf die Yogamatte.

 

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